4,8 Google MeisterbetriebHerstellerdiagnose XENTRY · ODIS · ISTAHardegsen b. Göttingen

Was sind ADAS – und warum sind sie so empfindlich?

ADAS steht für die Fahrerassistenzsysteme moderner Fahrzeuge. Sie greifen aktiv in Bremse, Lenkung und Geschwindigkeit ein und stützen sich dabei vollständig auf Sensoren, die das Fahrzeugumfeld erfassen. Schon eine Abweichung von wenigen Grad in der Ausrichtung dieser Sensoren verschiebt deren Erfassungsbereich um mehrere Meter – genau dort, wo Genauigkeit über Sicherheit entscheidet. Aus diesem Grund schreiben die Hersteller nach jedem Eingriff in Sensorik, Karosseriestruktur oder Fahrwerk eine Kalibrierung vor.

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Notbremsassistent

Erkennt Hindernisse und Fußgänger über Frontkamera und Radar. Eine verschobene Ausrichtung kann zur verspäteten oder unterbliebenen Notbremsung führen.

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Spurhalteassistent

Liest Fahrbahnmarkierungen über die Frontkamera und korrigiert die Lenkung. Schon geringe Fehlausrichtung lässt das System falsch oder zu spät eingreifen.

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Abstandsregeltempomat (ACC / Distronic)

Hält über Radar den Abstand zum Vorausfahrenden. Ein falsch ausgerichteter Radarsensor erfasst das vorausfahrende Fahrzeug ungenau.

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Verkehrszeichen- & Lichtassistent

Erkennt Schilder und Gegenverkehr über die Frontkamera. Nach Scheibentausch oder Frontschaden ist die Kameraposition neu zu kalibrieren.

Totwinkel- & Querverkehrswarner

Überwacht über Heck- und Seitenradar den toten Winkel. Nach Heckschaden oder Stoßfängerarbeiten ist eine Kalibrierung erforderlich.

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Kamera & Radar – die Sensorik

Frontkamera (an der Windschutzscheibe), Front-/Heckradar und Umfeldkameras bilden die Datengrundlage. Jeder dieser Sensoren hat eine herstellerdefinierte Soll-Ausrichtung.

Wann eine Kalibrierung erforderlich ist

Nach folgenden Arbeiten verlangen die Hersteller eine Kalibrierung der betroffenen Systeme. Auch wenn kein Fehlerspeichereintrag vorliegt, kann die Sensorik dejustiert sein:

Scheibentausch

Die Frontkamera sitzt fest an der Windschutzscheibe. Nach jedem Austausch der Scheibe ist eine Kamera-Kalibrierung vorgeschrieben.

Karosseriearbeiten vorn

Eingriffe an Stoßfänger, Kühlergrill oder Frontträger berühren die Befestigung von Front-Radar und -Kamera.

Heck- & Seitenschäden

Heck- und Seitenradar für Totwinkel- und Querverkehrswarnung müssen nach Stoßfänger- oder Seitenwandarbeiten neu ausgerichtet werden.

Struktur- & Richtarbeiten

Nach Richtarbeiten an der Fahrzeugstruktur ändert sich die Geometrie – die Soll-Ausrichtung der Sensoren ist neu herzustellen.

Fahrwerk & Achsvermessung

Eine geänderte Fahrzeuglage nach Fahrwerks- oder Achsarbeiten verschiebt den Blickwinkel der Sensoren zur Fahrbahn.

Sensoraus- & -einbau

Wird ein Kamera- oder Radarsensor demontiert oder getauscht, ist die Kalibrierung zwingend Bestandteil des Wiedereinbaus.

So läuft die Kalibrierung bei uns ab

1

Fahrzeug- & Systemidentifikation

Wir ermitteln über das Herstellersystem, welche Assistenzsysteme verbaut sind und welches Kalibrierverfahren der Hersteller für Ihr Modell vorschreibt.

2

Voraussetzungen herstellen

Korrekter Reifendruck, vollständige Vorarbeiten, ebener Untergrund und – falls erforderlich – eine vorausgegangene Achsvermessung. Ohne korrekte Fahrzeuglage ist keine gültige Kalibrierung möglich.

3

Statische Kalibrierung

Aufbau und millimetergenaues Vermessen der herstellerspezifischen Zielbilder, Ausrichtung von Kamera und Radar über XENTRY, ODIS oder ISTA.

4

Dynamische Kalibrierung

Falls vom Hersteller vorgeschrieben: definierte Probefahrt, bei der sich das System unter realen Bedingungen einlernt.

5

Funktionsprüfung & Fehlerspeicher

Auslesen und Löschen relevanter Einträge, Prüfung, ob alle Systeme aktiv und korrekt ausgerichtet sind.

6

Dokumentation & Übergabe

Sie erhalten eine Dokumentation der durchgeführten Kalibrierung – ein Nachweis, dass die Assistenzsysteme herstellergenau arbeiten.

Sicherheit und Haftung – warum dieser Schritt unverzichtbar ist

Fahrerassistenzsysteme sind aktive Sicherheitssysteme. Ein Notbremsassistent, der ein Hindernis aufgrund einer dejustierten Kamera zu spät erkennt, oder ein Spurhalteassistent, der die Lenkung an falscher Stelle korrigiert, gefährdet die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer. Wird ein Fahrzeug nach einem Eingriff in die Sensorik ohne fachgerechte Kalibrierung wieder in Betrieb genommen, ist die Instandsetzung nicht abgeschlossen – mit allen haftungsrechtlichen Folgen.

Wir behandeln die Kalibrierung deshalb als festen Bestandteil jeder Reparatur, die Sensorik berührt. Die dokumentierte, herstellergenaue Ausrichtung gibt Ihnen die Gewissheit, dass Ihr Fahrzeug nach der Instandsetzung exakt so reagiert, wie es der Hersteller vorgesehen hat.

Herstellergenaue Kalibrierung – unser entscheidender Vorteil

Die Kalibrierung ist nur so präzise wie die Daten, auf denen sie beruht. Mit dem offiziellen Zugang zu XENTRY, ODIS und ISTA arbeiten wir mit denselben Soll-Werten und Prüfabläufen wie der jeweilige Vertragshändler – zu den Konditionen eines unabhängigen Meisterbetriebs.

ADAS-Kalibrierung anfragen

Nennen Sie uns Marke, Modell und den durchgeführten Eingriff – wir sagen Ihnen, welche Kalibrierung Ihr Fahrzeug benötigt.